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Exkursionsbericht zu Siemens AG in Amberg

Am 08. Juli 2025 besuchte die Klasse MV1 der Technikerschule bfz Amberg die Werkstoffprüfung der Siemens AG in Amberg.

Gebäude Siemens-Werk Amberg

Nach einem informativen Video über die Einsatzbereiche der Produktreihe SIRIUS Control erfolgte die Begrüßung durch Herrn Dr. Andreas Weber, dem Verantwortlichen für die Werkstofftechnik bei Siemens in Amberg. Aus der großen Varianz der Produkte der Niederspannungsschalttechnik in Kombination mit der hohen Fertigungstiefe bei Kunststoff- und Metallteilen ergibt sich ein breites und interessantes Tätigkeitsfeld für die Werkstofftechnik im Gerätewerk Amberg.

Aufgeteilt in 3 Gruppen konnten wir einen informativen Einblick in das Aufgabenspektrum und die verwendeten Prüfmittel gewinnen. 

Im Metall-Labor wurde ein Zugversuch an einer Flachzugprobe aus Kupfer durchgeführt. Die Festigkeitswerte werden dabei von der Messmaschine automatisch ermittelt, die Auswertung der Bruchdehnung erfolgte manuell. Die Ergebnisse erfüllten die Spezifikation. Das Gleiche galt für die elektrische Leitfähigkeit. Auf einer zweiten Zugprüfmaschine erfolgte eine nicht genormte Prüfung eines Bauteils nach internen Vorgaben. Außerdem bekamen wir noch einen Einblick von den Härteverfahren. Die Härteprüfung nach HV10 erfolgte inklusive der Auswertung automatisch.

In der Metallografie wurde uns der Ablauf der Probenpräparation zur Herstellung eines Schliffes gezeigt. Dieser erfolgt an Schleif- und Poliermaschinen, die einzelnen Arbeitsschritte können an einem Stereo-Mikroskop überprüft werden. Nach dem Ätzen der Probe erfolgt die Überprüfung des Gefüges überwiegend am Metallmikroskop. Die Schüler hatten dabei die Möglichkeit das Gefüge typischer Eisenwerkstoffe zu beurteilen. Dabei konnten die Kenntnisse über das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm und seine wesentlichen Gefügebestandteile genutzt werden.

Am Rasterelektronen-Mikroskop (REM) wurde das Bruchbild einer Schraube erläutert. Der relativ kleine Flächenanteil des verformungsarmen Dauerbruchs im Verhältnis zur Restbruchfläche lässt auf eine massive Überlastung der Schraube schließen. Mit Hilfe der Röntgenfluoreszenz-Analyse (RFA) wurden die wesentlichen Elemente des niedriglegierten Stahls ermittelt.

Bei der Abschlussdiskussion wurde erläutert, dass im Gegensatz zur Vergangenheit die Wareneingangsprüfung nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Bedeutender sind heute die Beratung der Entwicklung, die Unterstützung der Fertigung und die Beurteilung von Ausfällen im Feld. Es wurde das Resümee gezogen, dass grundlegende Kenntnisse über Werkstoffe in vielen Arbeitsgebieten von Technikern hilfreich für eine erfolgreiche Tätigkeit sind.

Wir bedanken uns bei dem Team der Werkstofftechnik für die interessanten Einblicke in die Werkstoffprüfung. 

Gruppenfoto der Klasse MV1 mit Lehrer
 

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